Feuersalamander in Vorarlberg?
 
 
Foto © Vinzenz Blum
 
Der Feuersalamander gehört zu den Geheimnis umwitterten Arten Vorarlbergs.
Thomas Aquinas Bruhin erwähnte bereits 1868 das Vorkommen des Feuersalamanders in "Die Wirbelthiere Vorarlbergs - eine Aufzählung der bis jetzt bekannten Säugethiere, Vögel, Amphibien und Fische Vorarlbergs, einschliesslich des Rheinthales und des Bodensee's".
Es finden sich immer wieder Hinweise auf Beobachtungen, konkrete Belege fehlen mit einer einzigen Ausnahme allerdings. Ein Grund hierfür ist möglicherweise die häufige Verwechslung des Feuersalamanders mit Bergmolchen, die durch eine "feuerrot" gefärbte Bauchseite gekennzeichnet sind. Echte Feuersalamander hingegen erkennt man an gelben Flecken auf glänzend schwarzer Haut.
 
Der einzige wirkliche Nachweis, der durch ein Foto dokumentiert ist, stammt aus den 1980er Jahren. Vinzenz Blum beobachtete das Tier in Höchst. Interessant ist, dass es sich dabei um ein Exemplar der Unterart terrestris handelte. Bei dieser Unterart sind die gelben Flecken streifenförmig ausgebildet. Sie kommt in der benachbarten Schweiz vor, ist aber nicht aus Österreich bekannt. Es ist durchaus möglich, dass das beobachtete Tier über den Alten Rhein nach Österreich gelangte.
 
Auch wenn es keine aktuellen Nachweise gibt, kann zumindest nicht völlig ausgeschlossen werden, dass Feuersalamander-Vorkommen in Vorarlberg existiert haben oder vielleicht sogar noch existieren